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ORICS® überträgt Operationen netzwerkgestützt, live und in Fernsehqualität

[25. August 2010 - 14:09]

Multimediale und interaktive Kommunikation im OP

ORICS® überträgt Operationen netzwerkgestützt, live und in Fernsehqualität

 

Tuttlingen, 25. August 2010. Der Medizintechnik-Hersteller BERCHTOLD gehört zu den technologischen Pionieren der Telemedizin. Im Jahr 1988 integrieren die Tuttlinger eine ChromoVision®-Kamera in eine CHROMOPHARE®-Operationsleuchte. Eine Operation wird damit parallel auf einen Monitor übertragen. Mit ORICS® kommt 2003 das erste Gerät für die telemedizinische Videoübertragung auf den Markt. Zusätzlich ist nun auch aufnehmen, mitschneiden und speichern möglich. "Seit 2006 entwickeln BERCHTOLD-Techniker die neue Generation der ORICS®-Software kontinuierlich weiter", erläutert Klaus Hammerl, der Produkt Manager in dem Tuttlinger Unternehmen ist. Heute können mit Hilfe des "Operating Room Information and Communication System", wie es ausgesprochen heißt, Operationen live und in Fernsehqualität multimedial gezeigt werden.

 

Was ist ORICS®?   

 

Das interaktive Kommunikationssystem ORICS® überträgt chirurgische Eingriffe auf Monitore innerhalb des OP-Saals sowie auf PCs und Bildschirme außerhalb des operativen Geschehens. Die Videobilder stammen von einer OP-Kamera oder anderen analogen Aufnahmegeräten. Aufnahmen einer Endoskop-Kamera eignen sich ebenfalls. Somit ist der Operateur in der Lage, vom Chefarzt oder einem anderen Spezialisten von außerhalb des OP-Saals sogar bildliche Instruktionen auf einem Monitor zu erhalten. Das OP-Team kann außerdem über Headsets bei unerwarteten Befunden kollegialen Rat einholen. Des Weiteren können diese Befunde im Anschluss mit Experten, Kollegen oder Studenten diskutiert werden, weil alle Aufnahmen digital gespeichert werden. Einsatzgebiete des Kommunikationssystems ORICS® sind vor allem operative Lehrzwecke und Dokumentationen an Universitätskliniken.

 

Die Installation ist denkbar einfach

 

ORICS® besteht aus dem ORICS® Steuergerät und der ORICS® Client Kommunikationssoftware. Das ORICS® Steuergerät bietet Audio- und Videoanschlüsse sowie USB-Schnittstellen für die einfache Systemkonfiguration und für weitere Hardware. Die Software lässt sich nahezu in jedem OP auch älterer Generation auf gängigen PCs oder Laptops schnell und einfach ohne externen Service-Techniker installieren. Die System- und Infrastrukturanforderungen sind minimal: Ein Netzwerk mit 10/100 MB/s Ethernet und IPv4 reichen für das Videostreaming aus. Die Software-Installation ist vergleichbar mit der eines Netzwerkdruckers. Das ORICS®-Konfigurationsprogramm sowie der ORICS® Client werden auf einen am Netzwerk angeschlossenen PC oder Laptop installiert. "In der Regel macht das der IT-Krankenhaustechniker", erklärt Hammerl. "Mit dem ORICS®-Konfigurationsprogramm legt er je ORICS®-Steuergerät eine ORICS®-Gerätekonfiguration fest und kopiert diese auf einen USB-Stick". Diesen steckt er dann in das jeweilige ORICS®-Steuergerät, das anschließend hochgefahren wird und sich dabei automatisch konfiguriert. Jedes ORICS®-Gerät setzt der Techniker auf die gleiche Art und Weise in Betrieb.

 

Schnelle Inbetriebnahme im OP

 

Im OP-Saal kommt das ORICS®-Steuergerät häufig auf einen fahrbaren Videogerätewagen. Jetzt schließt der Fachmann Videoquellen, Lautsprecher, Mikrofone oder drahtlose Headsets sowie einen PC an, um die Übertragung aus dem OP zu ermöglichen. Die IT-Abteilung im Krankenhaus installiert nun auf einer beliebigen Anzahl von PCs mit Netzwerkanbindung die ORICS® Client Software. Berechtigte Nutzer mit Zugangslegitimation sind nun in der Lage mit dem OP-Saal und dem dort agierenden OP-Personal zu kommunizieren. Systemanforderungen für die ORICS®-Client-Software sind Windows XP und aufwärts, 3Ghz PIV oder Core 2 Duo, 1 GByte RAM, eine Audiokarte, eine Netzwerkkarte und optional ein Headset für die Kommunikation.

Kamerasystem ChromoVision® für klare Bilder

 

ORICS® bildet zusammen mit den ChromoVision®-Kamerasystemen ein modulares Gesamtkonzept für Video und Kommunikation im Operationssaal. Es ist als autonome Einheit oder integriert in die Kamerasteuerungseinheit ChromoVision® 1 C oder HD in einem Steuergerät lieferbar. Die Kameras lassen sich in die BERCHTOLD Operationsleuchten der CHROMOPHARE® E-Serie integrieren oder als externes Kamerasystem auf einen separaten Trägerarm montieren. Damit bietet BERCHTOLD in Kombination mit ORICS® seine eigenen OP-Leuchtenkamerasysteme. Geeignet sind aber auch Raum- oder Endoskop-Kameras anderer Hersteller. Insgesamt ist an ORICS® der Anschluss von drei Videoquellen möglich. Diese sind für den Benutzer direkt über den ORICS® Client auswählbar. Zudem lassen sich auch Video-Switches anbinden. Gespeichert auf externen Medien oder dem Server bleiben Video-, Audio- als auch Bilddateien jederzeit digital verfügbar.

 

Live und in Farbe – der Real Time Telestrator

 

Als Real Time Telestrator bezeichnet BERCHTOLD die Echtzeit-Anzeige auf dem PC-Bildschirm. Diese ist ein Bestandteil von ORICS® und wird über die ORICS® Client Software installiert. "Die Software bietet dem Benutzer drei Grundfunktionen: einen Live-Modus, die Telestrator-Funktion und eine Bildergalerie", erklärt der Produkt Manager. Im Live-Modus wird das Operationsgeschehen in Echtzeit auf den PC-Bildschirm übertragen. Kontrollierte bidirektionale Kommunikation gewährleistet, dass immer nur eine Person außerhalb des Operationssaales mit dem OP-Personal spricht. Über ein Camera Control Panel in der Monitor-Anzeige steuert ein Mitglied des OP-Teams die angeschlossene Kamera. Die Telestrator-Funktion ermöglicht es, Bildausschnitte auf einem Standbild mit Punkten und Pfeilen zu kennzeichnen, freihändig einzukreisen oder zu umrahmen. Dabei stehen mehrere Farben zur Auswahl. Anschließend löscht oder speichert der Chirurg das Bild mit oder ohne Illustrationen. Ein unmittelbarer Wechsel zurück zur Direktübertragung ist immer möglich. Die Picture in Picture (PIP) Funktion zeigt das Live-Bild auch parallel zum Standbild. Als dritte Funktion steht dem Benutzer eine Bildergalerie zur Verfügung. Diese Daten-Ablage speichert und verwaltet die aufgenommenen Bilder. Schnellen Zugriff auf einzelne Schnappschüsse ermöglicht eine Registerübersicht. Mit einem Klick auf das entsprechende Icon wechselt die Funktionsansicht. Ein farblicher Hintergrund macht deutlich, in welchem Modus man sich befindet.

ORICS® ist zukunftsweisend

 

Der Kostendruck stellt die Entscheider und Einkäufer im Klinikmanagement heute vor große Herausforderungen. Sie sollen Geld sparen und gleichzeitig dem steigendem Anspruch an Qualität und Effizienz der eingesetzten medizintechnischen Produkte gerecht werden. Außerdem besteht in den Krankenhäusern ein zunehmender Bedarf an Spezialisierung und Konsultation. So zeigen die aktuellen Trends in der Telemedizin, dass Krankenhäuser eine zunehmende innerbetriebliche und externe Vernetzung anstreben. Deshalb digitalisieren Kliniken ihre Ablaufprozesse und Dokumentationen zunehmend. ORICS® gilt durch seine Möglichkeiten der intraoperativen Telekonsultation als zukunftsweisend: ein Chirurg zum Beispiel kann seine Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Er schaltet sich von seinem Büro aus per Mausklick in den OP-Saal und vergewissert sich, dass der Patient für den Eingriff vorbereitet ist. Denn oft wird der Operateur zu früh oder zu spät gerufen. Während der Operation besteht die Möglichkeit einen Vorgesetzten oder Experten zu konsultieren, ohne dass dieser das Büro Richtung OP verlassen noch sich umkleiden muss. Sollte seine Anwesenheit dennoch erforderlich sein, entscheidet er dies von Fall zu Fall. "Doch gibt es auch den umgekehrten Fall", erklärt Hammerl. "Die Fachkraft steht beim Eingriff im OP und die Fragen kommen von außen. Also antwortet sie über Headset und muss nicht aus dem OP raus oder Studenten müssen nicht zwingend im OP präsent sein". ORICS® bietet auch die Vernetzung mit Laptops oder PDAs über Wireless Lan. Experten sind somit überall und jederzeit in der Klinik oder auch unterwegs erreichbar. Die Kosten von ORICS® beschränken sich auf ein Steuergerät pro OP, sowie eine Softwareinstallation pro Anwender auf dem jeweiligen PC.
 

ORICS® überträgt Operationen netzwerkgestützt, live und in Fernsehqualität

Über die ORICS® Client Software sind schnelle Modi-Wechsel zwischen den drei Grundfunktionen Live, Telestrator und Gallery möglich.

ORICS® überträgt Operationen netzwerkgestützt, live und in Fernsehqualität

Dank des Real Time Telestrators ist ein Blick in den OP möglich. Fachpersonal kommuniziert von eingerichteten PC-Stationen mit den Chirurgen.

ORICS® überträgt Operationen netzwerkgestützt, live und in Fernsehqualität

Über Headset erhält der Chirurg Rat und Unterstützung bei Komplikationen.

 

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